Münchens Mieträder. Ein Beispiel.

Also in München gibt es 7000 Mieträder von Obike. Es gibt aber auch 700 000 Autos in München die von der Masse und den Maßen bei Weitem größer sind. Die dazu Dreck und Lärm und auch eine tödliche Gefahr darstellen, zumindest so wie einige Menschen ihre Autos benutzen.
 
Diese 7000 Räder sind jetzt in München das Problem, weil sie Platz wegnehmen? Ich verstehe ja, dass all die Jahrzehnte Gehirnwäsche pro Auto die Leute ein wenig blind gemacht haben, aber solch eine verzerrte Wahrnehmung kann man doch nicht wirklich haben?
Ich versuche das mal mit einfachen Zahlen:
Wir rechnen pro Auto die durchschnittliche 1,3 Tonnen und pro Mietrad 20 kg. Das ergibt dann als Summe für die Autos 910 000 Tonnen und für die Mieträdchen 140 Tonnen an Gewicht.
Das ist offensichtlich oder müssen wir das ganze noch in Flächen umrechnen? Balkendiagramme?
Bei der  Fläche nehmen die Fahrräder 1,20 m² gegenüber den Autos 10m² ein.
Berechnet sind das für die Autos 7 Mio m² / 980,4 Fußballfelder
Die Räder brauchen 8400 m² / 1,2 FußballfelderWer will darf auch gerne in Saarländer rechnen.Vielleicht habe ich mich auch verrechnet, ich kann kaum glauben, dass man 980 Fußballfelder einfach nicht mehr wahrnimmt, aber ein (1!) Fußballfeld voll Fahrräder dann als störend empfindet.
Das die 980 Fußballfelder auch ordentlich Dreck in Form von Abgasen, Ölverlust, Reifen und Bremsenabrieb erzeugen ist klar. Die ganze Brühe in den Waschstraßen muss auch irgendwo hin. Das ist nicht nur dreckiges Wasser sondern muss entsorgt werden. Den Lärm, kennt ihr.
Ok, so ein Rad braucht auch Öl, kleine Bremsbeläge und manche waschen ihr Rad sogar ein Mal im Jahr :-)Was ich sagen will. Bevor man ein Fass aufmacht von wegen  „Die Radler nehmen uns den Platz weg“ einfach mal nachrechnen. Die sechsspurigen Autobahnen gegenüber den 2 m „breiten“ Radwegchen sind noch nicht verrechnet. Diese Rechnung wird noch viel unglaubwürdiger. Das wollt ihr nicht sehen.
Symbolfoto: Mangels Obike in der Region, eines von nextbike.

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